TSF Ludwigsfeld – HSG Friedrichshafen-Fischbach

Bezirksliga Damen 1
TSF Ludwigsfeld  <->  HSG-Friedrichshafen-Fischbach
22:22
Lulu
Mit einer Rumpfmannschaft mussten die Bezirksligahandballerinnen in Ludwigsfeld antreten. HSG-Trainer Damir Turnadzic standen lediglich vier seiner Stammspielerinnen zur Verfügung.
Mit Isabel Heina, Yasmin Barbouchi, Celina Hörmann und Debütantin Rieke Schermer waren gleich vier A-Juniorinnen im Aufgebot.

„Wir wussten, dass es ein sehr schwieriges Spiel werden wird. Ludwigsfeld ist ein sehr unangenehmer Gegner. Es war toll, dass sich einige mit auf den Weg gemacht haben, um die Mannschaft zu unterstützen.“, erklärt der HSG-Coach.

Die Friedrichshafenerinnen begannen nervös und zeigten viel Respekt vor dem Tor der Gastgeberinnen. Vor allem in der ersten Halbzeit entwickelten sie zu wenig Druck auf das gegnerische Tor, zeigten keine Laufbereitschaft. Die technischen Fehler wurden von Ludwigsfeld konsequent bestraft. Folgerichtig führten die Gastgeberinnen nach einem Tor durch Mareike Karlshaus mit 6:3 (13. Minute). Mit zunehmender Spieldauer gewann die junge HSG-Mannschaft an Sicherheit, zeigten sich in den Angriffsaktionen deutlich entschlossener. Ludwigsfeld schaffte es nicht, sich bis zur Halbzeit einen entscheidenden Vorsprung zu erspielen. Die HSG blieb auf Schlagdistanz. Nach der Verletzung von Kreisläuferin Dorothea Diemer stand der Mannschaft noch eine Wechselmöglichkeit weniger zu Buche. „Meine Spielerinnen haben in der zweiten Halbzeit einen großen Kampf geliefert. Wir haben in dieser Konstellation noch nie zusammen trainiert oder gespielt“, lobt der HSG-Trainer.

Nach dem Seitenwechsel war es die HSG, die die Gastgeberinnen mit einer Umstellung in Angriff und Abwehr überraschte. Ludwigsfeld schien beeindruckt durch die Maßnahmen, leistete sich viele Fehler in Angriff und Abwehr. Nach einem 5:1-Lauf innerhalb weniger Minuten, brachte Yasmin Barbouchi ihre HSG erstmals in Führung (13:12; 36.). Es entwickelte sich eine körperbetonte, offene Partie. Vor allem HSG-Torhüterin Nadine Rölli lief im zweiten Durchgang in Hochform auf, nahm den Gastgeberinnen einige freie Würfe weg. Doch langsam war der Kräfteverschleiß der, ohnehin schon geschwächten, Friedrichshafenerinnen deutlich anzumerken. „Ich bin stolz auf jede einzelne Spielerin. Vor allem in den letzten Minuten haben sie Kämpferherz bewiesen, wollten unbedingt Punkte mit nach Hause nehmen und haben nie aufgegeben. Ich bin froh, dass wir uns mit einem Punkt belohnen konnten“, freut sich Damir Turnadzic.

Trotz eines erneuten knappen Rückstands zehn Minuten vor Spielende (16:18) gaben sich die Gäste nicht geschlagen. Nach starken Paraden durch Nadine Rölli kam die HSG immer wieder in Ballbesitz, erzielte vier Tore in Folge und ging erneut in Führung (55.). Die Sensation war zum Greifen nah. Jedoch verpassten es die Häflerinnen den entscheidenden Treffer zu erzielen, mussten vierzig Sekunden vor Schluss den erneuten Ausgleich hinnehmen (22:22). Der letzte Angriff blieb ohne Torerfolg, die Partie endete mit einem gerechten Unentschieden. „Ich hoffe, dass bald alle Mädels wieder zurück sind und wir in der Tabelle auf die oberen Plätze rutschen können“.

HSG: Rölli (Tor), Stellmacher (6/1), Wildner (4), Barbouchi (4), Hörmann (4), Diemer (2/1), Schermer (1), Kordes (1), Heina, Seliger.

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