Häfler entführen einen Punkt

Landesliga Herren 1
HSG-Friedrichshafen-Fischbach <-> TG Nürtingen
DPP 02
Die HSG Friedrichshafen-Fischbach spielt zum zweiten Mal in dieser Saison unentschieden.
Aber ein echter Krimi.

Gegen Schlusslicht TG Nürtingen entführte die Sieben von Trainer Alexander Göser nach einem echten Handballkrimi einen Punkt.
Es läuft die Schlussminute in der Theodor-Eisenlohr-Sporthalle Nürtingen. Nach einer turbulenten Partie sind die Häfler im Ballbesitz. Julian Fischinger gleicht von der Linksaußenposition zum 26:26 aus. Nach einer Rudelbildung und einer Roten Karte gegen TG-Mann Hannes Kircher, der Andreas Rohrbeck nach einer Spielunterbrechung heftig zu Boden gestoßen hatte, kommen die Hausherren noch einmal in Ballbesitz. Ein letztes Mal feuern sie auf das HSG-Tor, doch Timo Templin hält seine Brust zwischen Ball und Gehäuse und sichert so einen Auswärtspunkt für die Häfler.
Den sieht Göser als „etwas glücklich, aber durchaus verdient.“ Seine Sieben hatte mit dem Landesliga-Letzten ordentlich zu kämpfen, lief lange Zeit einem Rückstand hinterher. Das hätte zu Beginn wohl keiner erwartet, denn die Häfler legten mit einem 4:1 gut vor (11.). Nürtingen sammelte sich, fand jetzt immer wieder Lücken im Abwehrverband, während die Gäste vorne zu viele Chancen liegen ließen. Hannes Kirchner stellte per Siebenmeter auf 11:8 für die TG (27.). Trotzdem blieben die Häfler geduldig, spielten im Angriff ihre Abläufe und der gut aufgelegte Markus Schöberl knallte den Ball mit einem seiner insgesamt acht Tore zum 11:11-Halbzeitstand in die gegnerischen Maschen.
Schöberl eröffnete auch nach der Halbzeit den Torreigen, brachte die HSG in Front. Doch Nürtingen kam mit flüssigem Angriffsspiel und starken 1:1-Aktionen immer wieder zum Torerfolg. So setzten sich die Hausherren wiederholt ab, doch die Gäste ließen nicht locker. Von 18:21 (46.), kämpften sie sich zum 23:23 (55.). Die TG ging nochmal mit 25:23 (58.) in Führung, doch Fischinger und seine Mitspieler behielten die Nerven.
„Wir sind mit der gezeigten Leistung zufrieden“, stellt Göser klar, „besonders weil unser Angriffsmotor immer besser ins Laufen kommt.“ Der sollte jetzt am Laufen bleiben. Am nächsten Wochenende kommt die SG Lauterstein II in die Sporthalle Fischbach.

HSG: Göser, Robakwoski; Witzemann (8/4), Schöberl (8), Dohrn (3), Fischinger (3), Rohrbeck (3), Winghardt (1), Westerholt, Schönefeldt, Templin, Spahn, Knoblauch, Ratt

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